Der Verlust von Elektrolyten ist eine unvermeidliche Folge von körperlicher Anstrengung, Transport und Hitzestress bei Pferden. Die physiologischen Auswirkungen gehen jedoch weit über eine Dehydrierung hinaus. Veränderungen des Flüssigkeitshaushalts, des Säure-Basen-Haushalts und der Muskelfunktion können sich auch direkt auf die Leistungsfähigkeit und die Regeneration auswirken. Daher ist insbesondere bei Pferden mit hohem Aktivitätsniveau eine Elektrolytzufuhr unerlässlich, um die Leistungsfähigkeit und Gesundheit langfristig zu erhalten.

Die Physiologie von Pferdeschweiß

Anders als Menschen produzieren Pferde Schweiß, der im Vergleich zu ihrem Blutplasma hypertonisch ist. Da Pferde zudem im Verhältnis zu ihrer relativ kleinen Körperoberfläche über eine hohe Muskelmasse verfügen, sind sie zur Wärmeabgabe in hohem Maße auf das Schwitzen angewiesen und können bei intensiver körperlicher Belastung bis zu 10–15 Liter Schweiß pro Stunde verlieren.

Infolgedessen führt körperliche Anstrengung zu erheblichen Verlusten an Natrium, Chlorid, Kalium und anderen Mineralstoffen, die für die Aufrechterhaltung der neuromuskulären Funktion, der Thermoregulation und der Flüssigkeitshomöostase unerlässlich sind.

Die Folgen eines unzureichenden Elektrolytersatzes gehen weit über eine einfache Dehydrierung hinaus. Flüssigkeitsungleichgewichte können die Muskelfunktion beeinträchtigen, die freiwillige Flüssigkeitsaufnahme behindern, die Wärmeabgabe stören, die Regeneration verzögern und letztendlich die sportliche Leistung einschränken.

Eine Rehydrierung ausschließlich mit Wasser kann Elektrolytungleichgewichte noch verschlimmern, da dadurch die Elektrolyte weiter verdünnt und deren Ausscheidung über die Nieren angeregt werden.

 

Elektrolyte beim Pferd

 

Der Einfluss von Elektrolyten auf die Leistungsfähigkeit von Pferden

Wenn bei Pferden ein Leistungsabfall zu beobachten ist, werden häufig die Energieversorgung, das Training oder der Muskelstoffwechsel als limitierende Faktoren vermutet. Tatsächlich können jedoch bereits mäßige Wasser- und Elektrolytverluste die Leistung erheblich beeinträchtigen.

Aktuelle Studien zeigen, dass eine Elektrolytzufuhr die Belastungsdauer eines Pferdes um bis zu 10 % verlängern kann. Darüber hinaus stabilisiert die Verabreichung von Elektrolyten vor der Belastung das Säure-Basen-Gleichgewicht und kann so belastungsbedingte Veränderungen des Blut-pH-Werts minimieren.

Auch nach dem Training kann die Zufuhr von Elektrolyten die Regeneration und die Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit unterstützen. Elektrolytlösungen ermöglichen unter anderem eine schnelle Rehydrierung und eine schnellere Wiederherstellung der normalen Plasmaproteinkonzentration und Osmolalität nach dem Training als Wasser.

Darüber hinaus kann die Zufuhr von Elektrolyten die Geschwindigkeit der Muskelglykogenresynthese erhöhen, was zu einer schnelleren Auffüllung der Energiereserven und damit zu optimierten Voraussetzungen für nachfolgende Trainingseinheiten führt.

Elektrolyte unterstützen die Leistungsfähigkeit vor dem Training und die Regeneration danach. Eine gezielte Nahrungsergänzung kann dazu beitragen, den Flüssigkeitshaushalt während des Trainings aufrechtzuerhalten und die Rehydrierung sowie die Regeneration nach dem Training zu beschleunigen.

 

Was macht ein wirksames Elektrolytpräparat aus?

Wenn es um die Rehydrierung von Pferden geht, reicht Wasser allein nicht aus, um eine optimale Leistungsfähigkeit und Regeneration zu gewährleisten. Auch die alleinige Gabe von Salz (z. B. in Form eines Salzlecksteins) ist nicht ideal, da es hauptsächlich Natrium und Chlorid liefert, während Pferdeschweiß auch andere Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Magnesium enthält.Zudem kann ein Salzblock zwar zur täglichen Natriumaufnahme beitragen, doch nehmen Pferde selten von sich aus ausreichende Mengen davon zu sich, um die nach starkem Schweißverlust verlorenen Elektrolyte angemessen zu ersetzen.

Eine Elektrolytlösung für Pferde sollte daher idealerweise auf die Zusammensetzung des Pferdeschweißes abgestimmt sein und die durch den Schweiß verlorenen Stoffe im richtigen Verhältnis wieder auffüllen. Zudem sollte eine Elektrolytlösung durch ihre hohe Schmackhaftigkeit die Flüssigkeitsaufnahme anregen, um die freiwillige Wasseraufnahme zu fördern.

Bei MiaQlyte setzen wir hierfür auf Glukose: Der Geschmack regt nicht nur zum Trinken an, Glukose dient auch als schnelle Energiequelle und fördert die Aufnahme von Elektrolyten und Flüssigkeit im Dünndarm. Dadurch können die Elektrolyte noch schneller ihre Wirkung entfalten.

Zudem verwenden wir Kamillenextrakt, der dank seiner Polyphenole hilft, oxidativen Stress zu bekämpfen, und über antimikrobielle sowie entzündungshemmende Eigenschaften verfügt, die die Erholung der Pferde nach intensiven Leistungen unterstützen.

 

Elektrolytmanagement beim Pferd

 

Fazit

Der Verlust von Elektrolyten gehört zu den wichtigsten Faktoren, die die Leistungsfähigkeit von Pferden begrenzen können. Insbesondere bei intensiver Belastung oder hohen Außentemperaturen gehen erhebliche Mengen an Flüssigkeit und Mineralstoffen verloren, was Thermoregulation, Muskelfunktion und Regeneration beeinträchtigen kann.

Ein durchdachtes Elektrolytmanagement sollte daher ein fester Bestandteil der Fütterung von Sport- und Leistungspferden sein.

Elektrolyte ersetzen nicht nur Schweißverluste – sie unterstützen Leistungsfähigkeit, Erholung und das allgemeine Wohlbefinden des Pferdes.