Zink ist daher ein strukturell wichtiges Element, das bei Nutztieren in zahlreichen Bereichen eine grundlegende Rolle spielt, beispielsweise bei der Zellteilung, dem Immunsystem, der Gesundheit von Haut und Knochen sowie der Darmbarriere und dem Darmmikrobiom. Ein Zinkmangel führt daher schnell zu Mangelerscheinungen, die sich bald nicht nur in der Leistung des Tieres, sondern auch in seiner Gesundheit bemerkbar machen. Aus diesem Grund wird dem Futter in der Regel Zink zugesetzt, um den Bedarf des Tieres zu decken.
In der Vergangenheit wurden bei der Zugabe von Zink in Futterrationen häufig großzügige Sicherheitsmargen angewendet, um nicht nur eine zuverlässige Versorgung mit dem Spurenelement sicherzustellen, sondern auch die therapeutischen Wirkungen von Zink zu nutzen (z. B. zur Vorbeugung von Durchfall beim Absetzen von Ferkeln). Sind die Gehalte im Futter jedoch zu hoch, wird das Element in erhöhten Mengen über den Kot ausgeschieden. Eine übermäßige Zinkaufnahme sollte daher vermieden werden, zumal hohe Dosen nicht nur toxische Auswirkungen auf das Tier haben können, sondern durch die Anreicherung von Schwermetallen auch Risiken für die Umwelt bergen. Aus diesem Grund hat die EU die zulässigen Höchstgehalte für Zink als Futtermittelzusatzstoff schrittweise gesenkt. Die gesetzlichen Höchstmengen in Futtermitteln in der EU betragen beispielsweise 120 ppm Zink für Geflügel (natürlicher Gehalt plus Zusatzstoff) und 150 mg Gesamtzink für Schweine.

Nicht jedes Zink ist Gleich
Die aktuellen empfohlenen Zufuhrmengen verschiedener Organisationen variieren in einigen Fällen erheblich und reichen bei Masthühnern von 40 ppm (NRC) bis zu 110 ppm zugesetztem Zink (Aviagen). Die Quelle des Zinks wird jedoch selten angegeben. Die Wahl der Zinkquelle ist jedoch von entscheidender Bedeutung für die Bioverfügbarkeit von Zink – als Faustregel gilt folgende Rangfolge der Bioverfügbarkeit von Zink:
Zinkoxid < Zinksulfat < Zinkchelat
Das Ziel einer Zinkergänzung sollte darin bestehen, Zinkionen im Dünndarm freizusetzen, wo sie vom Tier aufgenommen werden. Zinksulfat und Zinkoxid lösen sich in der sauren, wässrigen Umgebung des Magens auf und setzen dort Zinkionen frei. Die Zinkionen können hier jedoch nicht resorbiert werden, und freie Zinkionen können bei sich ändernden pH-Werten neue Komplexe mit anderen Nährstoffen bilden, wodurch sie für die Resorption durch den Organismus weniger verfügbar sind. Um eine möglichst effiziente Zinkversorgung zu gewährleisten, sollten die Zinkionen den Magen unverändert passieren, damit sie erst im Dünndarm freigesetzt werden.
Geschütztes Zink als Alternative
Um eine effiziente, bedarfsgerechte und den Futtermittelvorschriften entsprechende Versorgung mit Zink zu gewährleisten, müssen daher ausreichend freie Zinkionen in den Dünndarm transportiert werden. Dies lässt sich unter anderem durch den Einsatz technologisch aufbereiteter Zinkquellen erreichen, die durch ein spezielles Beschichtungsverfahren geschützt sind, wodurch sie den oberen Verdauungstrakt passieren können, ohne durch die Magensäure verändert zu werden. Dies erhöht die Verfügbarkeit von Zinkionen im Dünndarm erheblich und verringert die Zinkausscheidung, was zu einer geringeren Umweltbelastung führt.
Geschütztes Zink für Geflügel
Die Verwendung einer solchen geschützten Zinkquelle (MiaTrace Zn) wurde an männlichen Masthühnern an der Fachhochschule Bingen getestet. Es wurden zwei Gruppen verglichen, die jeweils aus 40 Tieren in 20 Durchgängen bestanden. Die Kontrollgruppe erhielt 80 ppm Zinksulfat, während die Versuchsgruppe die gleiche Zinkmenge aus der geschützten Zinkquelle erhielt. Neben herkömmlichen Leistungsdaten wie Körpergewichtsentwicklung, Futteraufnahme, tägliche Gewichtszunahmen, Futterverwertung und Sterblichkeit wurde auch die Knochenqualität der Tiere untersucht.
Die Ergebnisse der Leistungsbewertung zeigten, dass die Tiere der Versuchsgruppe eine verbesserte Gesamtleistung und eine erhöhte Futteraufnahme aufwiesen. Darüber hinaus wurde bei den Hühnern der Versuchsgruppe eine verbesserte Mineralisierung der Tibia-Knochen beobachtet, was auf eine höhere Knochenbruchfestigkeit hindeutete.

Geschütztes Zink bei Schweinen
Auch in der Schweinemast kann geschütztes Zink die Effizienz der Futterration verbessern. Verschiedene Versuche haben gezeigt, dass der Einsatz von MiaTrace Zn in der Ferkelaufzucht die durchschnittlichen täglichen Gewichtszunahmen um bis zu 14 % steigern kann, während die Futteraufnahme um bis zu 7 % zunimmt. Darüber hinaus weist MiaTrace Zn im Vergleich zu Zinkoxid im Laufe der Zeit eine geringere Durchlässigkeit der Darmschleimhaut für Krankheitserreger auf.

Schlussfolgerung
Zink ist unverzichtbar – doch nicht alle Zinkquellen sind gleichermaßen wirksam. Die Ergebnisse zeigen, dass MiaTrace Zn genau dort freigesetzt wird, wo es benötigt wird, und dadurch die Leistungsfähigkeit und Knochenqualität bei Geflügel sowie die Gewichtszunahme bei Schweinen messbar verbessert. Das bedeutet mehr Effizienz bei gleichzeitiger Verringerung der Umweltbelastung.
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