Eine unzureichende Energieaufnahme ist nachweislich eine der Hauptursachen für Ferkelverluste in den ersten 48 Lebensstunden. Gleichzeitig legt dieses kritische Zeitfenster das Fundament für die weitere Entwicklung und Leistungsfähigkeit des Tieres. Vor diesem Hintergrund stellt sich in der Praxis eine zentrale Frage: Wie lässt sich die Energieversorgung sicherstellen, und welche Auswirkungen hat sie auf Überlebensraten und Leistung?

Warum Energie in den ersten Stunden so entscheidend ist

Neugeborene Ferkel verfügen nur über sehr begrenzte Energiereserven, benötigen jedoch unter moderaten klimatischen Bedingungen etwa 900–950 kJ pro Kilogramm Körpergewicht, um ihren Energiebedarf zu decken. Oftmals kann jedoch nur ein Teil dieses Energiebedarfs durch die eigenen Energiereserven der Ferkel und das Kolostrum gedeckt werden, was zu einem Energiedefizit führen kann. Besonders betroffen sind schwächere Tiere mit geringem Geburtsgewicht (<1,2 kg): Sie verfügen bereits über weniger Energiereserven als ihre Wurfgeschwister und werden durch ein Energiedefizit weiter geschwächt, was zu einer Wachstumsdepression oder zu Todesfällen führen kann. Hier kommen leicht verfügbare Energiequellen ins Spiel: Sie fördern die Aktivität der Ferkel, unterstützen das frühe Saugverhalten und tragen dazu bei, die Kolostrumaufnahme zu stabilisieren.

 

 

Energieergänzung im Fokus

Eine Möglichkeit, den Energiebedarf neugeborener Ferkel gezielt zu decken, besteht darin, ihre Ernährung mit MiaKick zu ergänzen. In einer Studie mit insgesamt 444 Ferkeln wurden die Auswirkungen einer MiaKick-Supplementierung durch den Vergleich einer Kontrollgruppe mit einer Versuchsgruppe ermittelt. Ferkel mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1,2 kg erhielten unmittelbar nach der Geburt 2 ml MiaKick, während Ferkel mit einem Gewicht von weniger als 0,9 kg zusätzlich am zweiten Lebenstag eine weitere Dosis erhielten. Die Ergebnisse zeigten deutliche Vorteile dieser gezielten Energiezufuhr: Die Versuchsgruppe wies nicht nur ein höheres Absetzgewicht auf, sondern es zeigte sich auch eine Tendenz zu einer verbesserten Wurfhomogenität.

 

 

Was bedeutet das in der Praxis?

Aus den Ergebnissen der Studie lassen sich sehr klare Empfehlungen für die praktische Anwendung ableiten. Eine durch MiaKick bereitgestellte zusätzliche Energiezufuhr kann sich positiv auf die Vitalität und damit auf die Kolostrumaufnahme sowie das anschließende Wachstum auswirken. Insbesondere Ferkel mit geringem Geburtsgewicht können von dieser individuellen Unterstützung profitieren, wodurch Verluste in den ersten Lebenstagen minimiert und die Leistung deutlich verbessert werden. Zudem kann dadurch die Variabilität innerhalb der Würfe verringert werden. Angesichts des Trends zu größeren Wurfgrößen und zunehmender Variabilität innerhalb der Würfe gewinnt ein differenziertes Management in den frühen Lebensphasen daher zunehmend an Bedeutung.